Back to the Roots

Das neue Jahr hat uns wieder. Neben Neuerscheinungen die ich im 2. Quartal ankündige, konzentriert sich mein Fokus auf die Titel, welche schon bei uns im Verlag erschienen sind.

Es war ein sehr arbeitsreiches Jahr 2015 und genauso geht es bei uns auch weiter. Mein Ziel ist es, das Verlagsbaby in den nächsten Jahren weiter zu etablieren und stetig besser zu werden, sowohl in den Produktionsabläufen als auch in der Synchronität der Neuerscheinungen.

In den nächsten Wochen erwartet euch ein Gewinnspiel, um weitere neue Leser für unser Programm zu begeistern. Außerdem lasse ich es mir nicht nehmen unsere Publikationen noch einmal intensiv vorzustellen.

Der Waldhardt Verlag wünscht allen Leserinnen und Lesern einen fulminanten und gesunden Start ins Jahr 2016.

Gruß

Melanie

Inhaltsangabe zum Titel „Homer – Zwischen Königen und Göttern“ von Jörg Olbrich

Cover Homer_Zwischen Königen und Göttern

»Homer – Zwischen Königen und Göttern« ist ein Abenteuerroman von Jörg Olbrich, der im antiken Griechenland spielt.
Homer gilt als einer der größten Dichter seiner Zeit. Neben der »Ilias«, in der er die Ereignisse des Trojanischen Kriegs schildert, zählt die »Odysee« zu seinem bedeutendsten Werk. Doch woher wusste der Dichter von den Irrfahrten des griechischen Helden? Was waren seine Quellen?

Nach der siegreichen Schlacht im fernen Troja wünscht sich Odysseus nichts sehnlicher, als endlich zu seinem geliebten Weib Penelope nach Ithaka zurückkehren zu können. Nach zehn Jahren in der Fremde ist er des Kämpfens müde und ist einer der ersten Könige, die Troja verlassen. Die Götter haben jedoch etwas gegen eine schnelle Heimkehr des Helden und beschließen, ihm den Weg so beschwerlich wie möglich zu gestalten.
So steht die Reise von Odysseus und seinen Gefährten von Beginn an unter einem schlechten Stern. Was sie auch tun; es gelingt ihnen einfach nicht, ihrem Ziel näherzukommen. Odysseus gibt nicht auf und stellt sich den Prüfungen, die ihm von den Göttern auferlegt werden.

Auf Ithaka warten Penelope und ihr Sohn Telemachos verzweifelt auf die Heimkehr von Odysseus. Nach und nach kehren die anderen Könige aus dem fernen Troja zurück, doch keiner von ihnen weiß etwas über seinen Verbleib zu berichten. Die Adeligen auf Ithaka setzen die schöne Penelope unter Druck und verlangen, dass sie einen neuen Gemahl auserwählt. Jeden Tag finden sich die Freier im Palast ein und lassen sich von der vermeidlichen Witwe aushalten. Telemachos hält es schließlich nicht mehr aus und beschließt auf eigene Faust nach dem Verbleib seines Vaters zu forschen.

Während seiner Irrfahrten zieht Odysseus weiter den Zorn der Götter auf sich. Lediglich Pallas Athene stellt sich auf die Seite des Helden. Sie bittet ihren Vater Zeus dem König von Ithaka zu helfen, damit er nun endlich heimkehren kann, doch der will sich nicht einmischen. Weil sie die anderen Götter nicht erzürnen will, kann Pallas Athene nicht direkt eingreifen und entschließt sich zu einer List.

Gemeinsam mit seiner Tochter Helena zieht der blinde Dichter Homer durch das antike Griechenland, um seine Verse in den Palästen der Könige vorzutragen. Die reagieren allerdings sehr unterschiedlich auf seine Werke. Während die einen Homers Lieder als hohe Kunst betrachten, sehen andere keinen Nutzen darin. Nach einem verlorenen Dichterwettstreit wird Homer des Reisens müde und beschließt, dass es an der Zeit ist, sich zur Ruhe zu setzen. Vergeblich versucht Helena, ihren Vater umzustimmen. Erst als ihm ein Seher die Geschichte seines Lebens voraussagt, wenn er nach Pylos zurückkehrt, lenkt er ein.
Unterwegs trifft Homer auf den Landstreicher Mentes. Der behauptet, neben dem berühmten Odysseus im Trojanischen Krieg gekämpft und ihn danach bei seinen Irrfahrten begleitet zu haben. Später sei er von Odysseus, der bisher nicht in seine Heimat zurückgekehrt ist, getrennt worden. Entgegen Helenas Warnungen glaubt ihr Vater dem Mann und lädt ihn ein, Homer und seine Tochter auf der Reise zu begleiten.
Auf ihrem gemeinsamen Weg erfährt Homer, dass mit der Geschichte seines Lebens, die Nacherzählungen der Abenteuer des Odysseus gemeint sind.

»Homer – Zwischen Königen und Göttern« führt den Leser auf eine spannende Reise ins antike Griechenland. Er erlebt die Abenteuer des Odysseus hautnah mit und begleitet Homer und Helena während ihrer Abenteuer.

Kuddels’s Norden (Eine Erzählung von Jörg Rönnau)

Kieler Hafen

Moin,

mein Name ist Kuddel.
Ich gehöre zur Familie der Larus argentatus. Klingt vornehm, wa? Ist es auch … Lateinisch!
Es gibt Menschen, die nennen uns Silbermöwen.
Klingt auch edel. Aber das sind wir Akrobaten der Lüfte ja schließlich auch. Wir Möwen beanspruchen eben nicht umsonst die absolute Lufthoheit in der gesamten nördlichen Hemisphäre.
Nachdem ich vor einigen Jahren durch meine Eihülle geschlüpft war, empfing mich ein leichter Seewind. Diese Brise umschmeichelte meine noch jungen, flauschigen Daunen. Wunderbar.
Das Erste, was ich roch, war der salzige Duft der Ostsee. Herrlich.
Ich hörte die Wellen, die an die Küste plätscherten. Großartig.
Mein erster Blick aufs Meer war atemberaubend. Langsam tuckerte ein Fischerboot aus dem Hafen. Gefolgt von einem Schwarm meiner Artgenossen.
Oh, welch herrliche Zukunft erwartete mich.
Von Anfang an war ich verliebt in diese wunderbare Landschaft. Das Land zwischen den Meeren.
Schleswig-Holstein.
Nun reise ich schon seit acht Jahren an den Küsten entlang. Dabei gibt es für mich kaum etwas Spannenderes, als die Menschen zu beobachten, die hier wohnen. Da ich über dreißig Jahre alt werden kann, habe ich also noch genügend Zeit, mir diese Zweibeiner genauer anzusehen. Ich halte diese komischen Kreaturen sowieso für völlig verhaltensgestört und kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie diese Spezies es schaffen konnte, die ganze Welt zu erobern … egal.

Eigentlich wollte ich euch etwas ganz anderes erzählen:
Letztes Wochenende befand ich mich auf einem Patrouillenflug ins Landesinnere, um nach ein paar Leckerbissen zu suchen. Möwen sind eben immer hungrig. Es war Ostern, und da findet man stets etwas Delikates, das diese zweibeinigen Zeitgenossen irgendwo fallen lassen.
Also, ich befand mich auf einem Flug von der Ostseeküste Richtung Südwesten. Der Wind stand günstig. Nach etwa zwanzig Kilometern musste ich ein wenig verschnaufen und landete auf einem Hausdach. Ich kannte dieses Dach schon von vorherigen Besuchen. Den Besitzer des Hauses habe ich schon einige Male von hier oben aus beobachtet. Ein recht freundlicher, etwas moppeliger Typ. Ganz nett. Meistens macht er es sich mit einem Espresso in einem Strandkorb gemütlich, hat einen Collegeblock oder ein Notebook vor sich liegen und denkt sich dort Geschichten aus. Ich wusste, dass er gerne Regionalkrimis schreibt. Einer davon wird in den nächsten Monaten erscheinen. Sein Debüt-Roman. Er soll „Killerfrosch – Hetzjagd über die Ostsee“ heißen, hihi. Naja, ich glaube irgendwie, dass dieser Typ berühmt wird. Ich sehe ihn jetzt schon bei der NDR-Sendung „DAS!“ auf dem roten Sofa sitzen, wie er mit Hinnerk Baumgarten klönt.
Egal … an diesem Tag habe ich mitbekommen, wie er zu seinem Weibchen sagte, dass er etwas über die Eigenarten und Macken der Norddeutschen schreiben wolle. Doch er sah irgendwie traurig aus, weil ihm momentan nichts Richtiges einfiel.
Ha … der Dösbaddel!
Darüber könnte ich ihm genug erzählen … über dieses merkwürdige Völkchen. Leider sprechen wir unterschiedliche Sprachen. Aber dank meiner telepathischen Fähigkeiten habe ich mich in seine Synapsen gehackt. Plötzlich strahlte er wieder … mein Input war angekommen.

Jaja, die Norddeutschen und ihre Macken.

Da wäre zum Beispiel das Vorurteil, dass sie kühl und redefaul seien.
Stimmt.
Bedingt.
Den Schnabel kriegen sie wirklich nicht so schnell auf. Aber wenn man so einen norddeutschen Flachländer zum Freund hat, dann hat diese Freundschaft auch wirklich Hand und Fuß. Dabei kann es auch schon mal vorkommen, dass aus so einem schweigsamen Norddeutschen eine richtige Sabbeltasche wird.
Ein typisches Gespräch zwischen ihnen hört sich meistens so an:
„Moin!“
„Moin Moin!“
„Wie geiht so?“
„Jo goot, un sölbst?“
„Ok goot! Un to Huus?“
„Jo, goot!“
„Alln’s klor! Denn man Tschüss!“
„Jo, Tschüss!“
Damit haben Norddeutsche meistens alles gesagt, was wichtig ist. Mehr bedarf es nicht. Man versteht sich eben.

Und dann natürlich dieses ständige „Moin“. Egal wo und wann sie sich treffen. Immer „Moin“ zum Gruß. Zu jeder Tageszeit.
Dabei muss ich sie allerdings in Schutz nehmen, denn „Moin“ hat nichts mit dem Morgen zu tun. „Moin“ kommt vom Plattdeutschen / Friesischen „moje“ und bedeutet nichts anderes als „gut“ oder „schön“. Also wünschen sich die Eingeborenen hier ständig etwas Gutes oder Schönes. Da soll noch einer sagen sie wären Barbaren, nee, alles nette Menschen hier oben.

Überhaupt die Sprache. Dieses Plattdeutsch.
Die Menschen sind für uns Möwen sowieso schon schwer zu verstehen. Aber dieses Platt … ! Da werden normale Wörter zu wahren Hieroglyphen.
Aus einem Eichhörnchen wird ein Katteker.
Streichholz – Rietsticken
Spaten – Ascher
Spitzbube – Bagalut
Feigling – Bangbüx
Wischtuch – Feudel
Ruhepause – Foffteihn
Festgebäck – Klöben
Spinner, Geschichtenerzähler – Tütelbüdel
Toilette – Tante Meier
usw.

Vom Humor der Norddeutschen will ich gar nicht erst reden, der ist so schräg … also nee! Da braucht man sich im Norddeutschen Rundfunk nur diese verschrobenen Sendungen anzusehen.
„Der Tatortreiniger“, „Großstadtrevier“, „Der Landarzt“, „Ohnsorg Theater“ oder „Neues aus Büttenwarder“!
Tze tze tze!

Die Sportarten der Einheimischen sind ebenfalls ziemlich seltsam.
Viele von ihnen steuern jedes Wochenende ihre Segelboote aufs Meer hinaus. Da fahren sie stundenlang hin und her. Manche dieser Freizeitkapitäne sehen dabei aus, als würden sie einen zweihundert Meter langen Containerfrachter steuern. Dazu bekleiden sie sich meistens mit einem Finkenwarder Fischerhemd und setzen sich eine Lotsenmütze auf den Kopp. Herrlich!
Meine Kollegen und ich erlauben uns gelegentlich einen Spaß mit diesen Süßwassermatrosen. Wir torpedieren mit kleinen, weißen Klecksen ihre sorgsam gepflegten Boote. Wenn wir einen Volltreffer landen, schimpfen sie lauthals und drohen damit, uns abzuschießen. Hihi, das macht immer wieder einen Heidenspaß. So’n Schiet.
Jedes Jahr treffen sich diese Segler zu einem großen Fest an der Kieler Förde. Tausende von ihnen schippern dabei über die Ostsee und auch an Land gibt es viele Veranstaltungen.

Eine weitere merkwürdige Sportart ist das sogenannte „Boßeln“. Dabei finden sich die Ureinwohner in Gruppen zusammen und schmeißen kleine Kugeln am Deich entlang. Wenn eine Gruppe dabei weiter wirft als die andere, freuen sie sich wie kleine Kinder. In den Spielpausen trinken sie aus kleinen Fläschchen. Darin muss irgendetwas sein, was sie nach geraumer Zeit torkeln lässt.

Beim „Klootstockspringen“ versuchen die Eingeborenen mit drei bis fünf Meter langen Stangen, Gräben und Siele zu überwinden. Dabei wird der Stock in der Mitte des Wassergrabens angesetzt und die jungen Männer versuchen, darüber hinweg zu hüpfen. Sollte es einem der Springer nicht gelingen, landet er im Modderwasser und erntet zur Belohnung Hohn und Spott. Seine Stammesangehörigen lachen ihn aus.

Viele Norddeutsche, besonders an der Westküste, veranstalten jedes Jahr das „Ringreiten“. Dazu bewaffnen sich die Ureinwohner mit einem lanzenartigen Speer, setzen sich auf ein Pferd und versuchen im gestreckten Galopp einen kleinen Ring mit dem Speer zu treffen.

Seit einiger Zeit gibt es die sogenannte „Wattolümpiade“. Dabei werden sämtliche Disziplinen auf dem Meeresboden, dem Watt ausgetragen. Natürlich ist es für die Athleten gesünder, die Ebbe abzuwarten. Bei Niedrigwasser werden im Schlick folgende Disziplinen ausgetragen: Fußball, Handball, „Wolliball“, Schlickschlitten-Rennen, Aal-Staffellauf, Gummistiefelweitwurf, Fischtennis, Euterball, Tauziehen und Golf. Dass die „Olümpioniken“ sich dabei mit Schlick einsauen, ist für alle Schaulustigen eine wahre Freude. Wenn nach einigen Stunden die Flut einsetzt, sind allerdings alle wieder sauber. Die Veranstalter hoffen jedes Mal, dass alle Athleten den Weg an Land zurückgefunden haben. Ansonsten gibt es einen weiteren Wettbewerb: Langstreckenschwimmen. Endet meistens in England.

Eine weiter große Eigenart der Bewohner des norddeutschen Flachlandes ist deren Trinkverhalten. Sie trinken gerne ganz bestimmte Arten von Flüssigkeiten. Diese Substanzen verändern die Bewohner. Sie fangen an zu torkeln. Manchmal stimmen sie sogar Lieder an: „An der Nordseeküste … “ oder „An de Eck steit’n Jung mit’n Tüddelband … “ und andere furchtbare Songs. Grausam.
Eine dieser Flüssigkeiten nennt sich „Pharisäer“. Obendrauf befindet sich eine Sahnehaube. Die Norddeutschen sind ganz wild drauf. Zudem gibt es noch „Köm“, „Flens“, „Grog“ und „Rum“. An der Westküste, besonders auf Föhr, lieben die Leute ein Getränk namens „Manhattan“.

Die Nahrungsaufnahme der Norddeutschen ist ebenfalls ziemlich mysteriös. Da gibt es Gerichte wie „Birnen, Bohnen und Speck“, „Gröönkohl mit Braadkantüffeln, Swiensback un Kohlwust“ oder „Mehlbüdel“. Auch Fisch wird gerne in allen Variationen verzehrt. Oder kleine Krebstierchen: Krabben.
Die Krönung dieser kulinarischen Absonderlichkeiten ist allerdings „Labskaus“. Da fehlen mir die Worte, dieses Gericht zu beschreiben, aber die Eingeborenen lieben es.

Kommen wir zu ein paar Ritualen.
Beim sogenannten „Biikebrennen“ entzünden sie jedes Jahr am 21. Februar überall an der Küste große Leuchtfeuer. Überall an der Küste brennen diese Feuer. Auch bei diesen Feierlichkeiten gibt es wieder jede Menge von den merkwürdigen Flüssigkeiten … und nach kurzer Zeit torkeln sie erneut.
Mit diesen Biikefeuern wollen sie böse Geister vertreiben. Früher wurden so auch die Walfangschiffe verabschiedet.

Die Kinder praktizieren in der Silvesternacht einen Brauch, der sich „Rummelpott“ nennt. Dabei verkleiden sich die Kleinen und laufen von Haus zu Haus, wo die erwachsenen Ureinwohner den Sprösslingen Süßigkeiten reichen.
Die Kinder singen dabei ein ganz bestimmtes Lied, das die Großen dazu animieren soll, ihnen reichlich Süßes zu geben:
Fru, maak de Dör op!
De Rummelpott will rin.
Daar kümmt een Schipp ut Holland.
Dat hett keen goden Wind.
Schipper, wulltst du wieken!
Feermann, wulltst du strieken!
Sett dat Seil op de Topp
un geevt mi wat in’n Rummelpott!
Meistens klappt es.
Wenn die Kleinen wieder zu Hause sind, ist ihnen von den Süßigkeiten meistens so schlecht, dass die Großen ihnen Kamillentee zubereiten müssen.

Jaja, die Norddeutschen. Die sind schon ein Völkchen für sich.
Im Großen und Ganzen sind sie allerdings doch relativ harmlos. Eigentlich kann man sie schon fast lieb haben, diese Friesen, Holsteiner, Dithmarscher, Angelner, Schleswiger, Eiderstädter, Elbmarschener, Lauenburger, Probsteier, Schwansener, Steinburger, Stormarner usw. … Nord und Ostseeanrainer …
Haben sie einen erst einmal in ihr Herz geschlossen, dann hat man Freunde fürs Leben gefunden.

Ich sehe gerade, dass dieser „Killerfrosch“ im Strandkorb seinen Artikel fertig geschrieben hat. Er hüpft momentan vor Freude durch seinen Garten.
Dank mir!
Gerade hat er zu seinem Weibchen gesagt, dass er diesen Bericht nun zu seiner Verlegerin schicken könne. Einer gewissen Melanie Waldhardt. Lebt tief im Süden …
Sie ist gerade dabei, einen Verlag aufzubauen. Und dies mit großem Engagement und einer großartigen Crew von Autoren.

Na, dann kann ich nur sagen:
„Viel Erfolg!“
Tschüss und „Moin Moin“

euer Kuddel

De Sülvermann von Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

Heute stelle ich euch eine plattdeutsche Geschichte von unserem Regionalkrimi Autoren Jörg Rönnau vor.

Eenmal in Johr is „Kieler Woche“. Dat gröötste Seglerdrapen, Volksfest un Johrmarkt vun ganz Europa, jo, wenn nich sogor vunne ganz Welt.

Denn steiht de Landshauptstadt vun Sleswig-Holsteen ördentlik Kopp. Remmidemmi alltohoop. Op de Straaten, op‘n Raathuusplatz, anne Kiellinie, op de Krusenkoppel u. u. u.! Meist as so‘n Narrenhuus anne Waterkant. Överall Musik, Vörstellungen, Straatenkünstler, Segelboote, Danz, Konzerte, Windjammer, Schipp vun Marine ut de ganz Welt, … un nich to vergeten de Europäische Markt op‘n Raathuusplatz. Do gift dat kulinarische Spezialitäten ut aller Welt. Wenn du di do dörchfreten hest, denn hest du Buukweh, bis arm as so‘n Karkmuus, un bruukst erst mal een Verteiler, also‘n Köm, wat Hochprozentiges. Gifft dat do ok, un smeken deit dat alln‘s good, aver mien Frau seggt jümmer to mi, dat ik verfreten bin.

Wi harr‘n schon grooten Barg Spaaß bi‘n Bummeln op de Kieler Week.

As de Kinner noch lütt weern, so bummelich dree oder veer Johr oolt, do hebbt wi wat belevt, dat mut ik ju vertellen. Dat weer ANNO 2001. Wi weern an Namiddag de Kiellinie lang, un wull‘n to de Krusenkoppel. Do gifft dat jümmer veel för de Kinner to‘n speelen. So op‘n halfe Weeg, weern de Göörn schon mööd un wi bruken een Paus. Also setten wi uns, so Höhe Landeshuus, op ne Bank un kiek so‘n beten op de Kieler Föör rut. Schipp kieken. Wunnerschön, denn de oll‘n Segelschipp kemen grad vun de Windjammerparade torüch. Ik bekiek mi graad de russ‘sche Krusenstern mit‘n Fernkieker, do sech mien Lütten: »Kuck mal Papa, ein Silbermann!«.

Wohrhaftig! Blot een poor Meter vun uns weg, steiht een Sülvermann op‘n Müllemmer. Vun Kopp bet to de Schoh in sülver Kledaasch, sogor dat Gesicht weer sülvern anmal‘t. Vor em steiht een Hoot mit‘n büschen Lüttgeld. Dat weer so‘n Straatenkünstler, een Spaassmaker or Pantomime. He süht uns an, pliert de Kinner fründlich to, un seegt: »Pause! Nun genehmige ich mir einen Kaffee und ein lecker Fischbrötchen.«

He spring vun sein Müllemmer rünner, un as he dörch de Luft na ünnen flöög, do gift dat een luuten »Riittsssch«. Sien Büx weer oprieten. Meist föffteihn Zentimeter op‘n Moors, man kunn sogor sien roote Ünnerbüx seh‘n.

De Sülvermann weer an fluchen. De Kinner beobachten dat Spektakel mit apen Snuut, un ik kunn mi fast ni hohl‘n. Ok mien Fru is kort för‘n Lachen. Blot ni hinkeken, denn prust ik los, denk ik noch.

Ümmer weer föhlt un kiek de Sülvermann no sien tweie Büx. He süht meist büschen misslik ut. Doch denn kiek he uns an, he harr jo mitkreegen, dat wi em beluert. Dat süht so ut, as wenn he‘n Infall harr. De Sülvermann kümmt op uns to, grient un seggt: »T‘schuldigung, aber haben Sie vielleicht mal Nadel und Faden für mich. Frauen haben doch immer sowas in ihrer Handtasche?«

Mien Fru harr twoors er Handtasch dorbi, aver Neihtüüch weer do nich bin.

Belemmert bedankt sük de Sülvermann, maakt sik op‘n Weeg un verschwindet in een Batzen vun Lüüd. Kotte Tiet later kümmt he trüch, un grient as so‘n Honnigkokenpeerd. In sien Hand hett he wohrhaftig een lütte Neihnadel un een gröön Faden. He sett sik op de Bank bito, treckt blank, also treckt de Büx ut, un versöökt sien Büx to neihen. Aver he stell‘t sik dorbi so tüffelig an, dat mien Fru opsteiht un em froogt, op se hölpen kunn? He strahlt se an, man kunn lieckers de Steen höörn, de em vunne Schuller rünnerfallt, un meent: »O Madame, dass wäre zu nett. Ich komme damit nicht zurecht.«

Fix hett mien Fru dat groote Lock trecht neiht. Wat’n schön Anblick, een gröön Faden op‘e sülvern Büx.

Ne, wat weer de Sülvermann glücklich, as he sien Büx wedder antreckt, un freut sik, dat he vundaag so‘n Dusel harr.

Fix jumpt he as so‘n Aap op sien Müllemmer un gifft uns een Extravörstellung vun sien Könen. He maakt sien Vörstellung so goot, dat de Lüüd stahn blieven un tokieken deit. Foorts weer sien Hoot vull mit Lüttgeld, un ik heff sogor een or twee Schien binnen seh‘n. Hett em de tweie Büx jo woll Glück bröcht.

As wi uns vun em verafsched, winkt he uns noch lang achteran … de Glücks-Sülvermann mit sien tweie Büx.

© 2015 Jörg Rönnau

Autorenvorstellung – Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

Vita: 

Jörg Rönnau wurde 1961 in Plön, mitten in der Holsteinischen Schweiz geboren. Zusammen mit seiner Ehefrau und zwei Kindern (15 und 17 Jahre alt), wohnt er in Preetz, einer Kleinstadt in der Nähe von Kiel.

Dort lebt die Familie in einem kleinen Häuschen, eingebettet zwischen Seen und Wäldern. Außerdem leben dort auch noch zwei ziemlich eigenwillige Katzen.

Jörg Rönnau hat seinen Beruf als staatlich examinierter Krankenpfleger über dreißig Jahre lang immer gerne ausgeübt, doch aus gesundheitlichen Gründen ist dies leider nicht mehr möglich. Eine schwere Rückenerkrankung hat ihn dazu „verdonnert“ sein Leben nun als Frührentner zu verbringen.

Schon seit er denken kann, hat sich Jörg Rönnau immer wieder gerne Geschichten ausgedacht. Seine Kinder wollten  stets ausgedachte Abenteuer hören, von denen sie immer begeistert waren. Nun sind die Kinder mittlerweile groß, aber immer noch bilden sich Storys in seinem Kopf und laufen manchmal ab, wie Kinofilme.

Durch die Erkrankung hat der Autor nun auch endlich Zeit gefunden diese Geschichten aufzuschreiben und dabei ist das Manuskript zu seinem ersten Regionalkrimi entstanden. Nun hofft er natürlich auch, dass viele Menschen Vergnügen an diesen Abenteuern haben werden.

 

 

Fragen an den Waldhardt Verlag Teil II (13.11.2014)

© fotomek - Fotolia.com

© fotomek – Fotolia.com

Ich freue mich, dass der Waldhardt Verlag auf so eine rege Resonanz stößt. In den letzten Wochen haben mich neben vielen E-Mails, die mir Mut machen, auch verschiedene Fragen erreicht, die ich gerne gebündelt an dieser Stelle für euch beantworte.

 

• Hast du in der Zwischenzeit genug Manuskripte erhalten? Macht es noch Sinn ein Manuskript einzureichen?

Es sind tatsächlich viele Exposés und Leseproben, die den Verlag erreicht haben. Die gründliche Prüfung nimmt Zeit in Anspruch. Im Bereich Fantasy habe ich aktuell sehr viel von euch erhalten, sodass ich hier positiver Dinge bin. Krimis fehlen mir noch, gerade im regionalen Bereich, hier hab ich bisher »nur« 5 Vorschläge von euch bekommen.

• Warum nimmst du nur 5-10 Manuskripte im ersten Jahr unter Vertrag?

Ein Buch auf den Markt zu bringen ist sehr kostspielig. Neben Lektorat, Korrektorat, Trailer und Marketing kommen noch weitere Kosten dazu, die ich alle finanzieren muss. Vor der Gründung hab ich mir mit meinem Steuerberater einen Plan gemacht. Ich kann 5-10 Manuskripte pro Jahr leisten, was darüber hinausgeht, würde den Rahmen und somit die Qualität verschlechtern, ich wüsste nicht, wo ich Abstriche machen könnte und will.

• Zahlst du den Autoren auch einen Garantievorschuss?

Nein, bisher nicht. Wenn ich das machen würde, könnte ich zum Beispiel keine Trailer produzieren lassen. Da das für mich ein zusätzliches wichtiges Instrument ist, unter vielen anderen, hebe ich mir diese Ressource für das Marketing auf.

• Was zahlt du?

Teilweise kommt diese Frage per E-Mail, ohne dass ich überhaupt etwas von den Autoren bzw. der Autorin gelesen habe. Nun gut, beantworte ich trotzdem gerne.

Taschenbuch: 10% vom Nettoverkaufspreis abzüglich Umsatzsteuer
eBook: 25% vom Nettoverkaufspreis abzüglich Umsatzsteuer

• Was haben die Verträge für eine Laufzeit?

Im Bereich Belletristik in der Regel 10 Jahre.

• Was ist, wenn ich die eBook Rechte behalten will und nur die Taschenbuchrechte abgeben möchte?
Das macht für mich keinen Sinn, weil ich mir eine Präsenz im Buchhandel erstmal im Laufe der Jahre erarbeiten muss. Bei den ganzen Investitionskosten, die ich tätige, lehne ich solche Angebote ab. Das würde eher bei einem großen Verlag Sinn machen, der breit aufgestellt im Sortimentshandel vertreten ist.

• Was ist, wenn ein Publikumsverlag anklopft?

Dann sprechen wir über Lizenzen. Der Erlös daraus wird zu 50% auf den Autor und zu 50% auf den Verlag verteilt.

• Muss ich mich als Autor am Marketing beteiligen?

Wenn du Ahnung davon hast, freue ich mich über deine Mitwirkung, ansonsten kriege ich das auch alleine hin. Die meisten Kleinverleger haben irgendwelche Steckenpferde, die sie ins Business einbringen können. Seien es Erfahrungen im Lektorat, Korrektorat usw. Ich kümmere mich ums Marketing und um den Vertrieb.

• Inwieweit greift das Lektorat in mein Manuskript ein? Welche Gestaltungsfreiheiten habe ich?

Das Lektorat hat eine beratende Funktion und deckt neben inhaltlichen Fehlern, Logikfehler und stilistische Unstimmigkeiten auf. Kein Lektor kann aus einem schlechten Manuskript einen Bestseller machen. Es geht hier ums Feintuning. Ein gutes Manuskript wird sehr gut und somit marktfähig. Ansonsten würde der Lektor Urheberrechte am Werk generieren. Meine Aufgabe als Verlegerin ist darauf zu achten, dass dies nicht passiert. Mitspracherechte sind vorhanden, die letztendliche Entscheidung behalte ich mir vor. 

• Hast du Angst vor der Zukunft?

Nein

• Warum in diesen Zeiten einen Verlag gründen?

Glaub mir mal, es ist nie der richtige Zeitpunkt. Das kann man weder planen noch takten. Ich wollte es jetzt, also hab ich es getan.

• Musst du von den Erträgen des Verlags leben?

Nein, wäre auch ziemlich naiv. Der Verlag wird sich hoffentlich mit der Zeit tragen, das ist mein Ziel. Bis das so weit ist, muss ich nicht davon leben.

Ich hoffe, die wichtigsten Fragen konnte ich gut beantworten. Sicher kommt immer wieder mal etwas dazu, was hier nicht aufgeführt wird. Aber das Hauptsächliche hab ich erfasst.
Was ich mir von den Einreichern wünschen würde, der Hauptfokus sollte erstmal auf dem Manuskript liegen. Auf der Geschichte, die du erzählen willst. Das, womit du andere Menschen begeisterst. E-Mails wo es im ersten Satz um Geld geht, habe ich nicht so gerne. Du solltest aus Leidenschaft schreiben und nicht nur aus monetären Aspekten. Das die wichtig sind verstehe ich, aber erstmal geht es mir um dein Manuskript. Ob wir dann zusammenarbeiten oder nicht ist ein längerer Weg. Ich gehe nicht auf die breite Masse und nehme »natürlich« nicht jeden an. Ich kann das nicht leisten und will es auch nicht.

 

Gutes Manuskript+Chemie+Loyalität= Option auf einen Vertrag.

Euch allen einen schönen Tag.

Eure Melanie

Meine Lektorin ist glücklicherweise nicht meine Freundin

In letzter Zeit erlebe ich es häufig gerade im Self Publishing Bereich, dass Lektoren und Autoren innige Freundschaften pflegen. Das ist nicht Sinn der Sache. Ein kritischer Blick auf die entstandenen Werke fällt so immer schwerer, oder würden Sie Ihrer Freundin ins Gesicht sagen, wie schrecklich Sie ihre neue Frisur finden? Vielleicht würden Sie das tun, aber mit Sicherheit blumig und verschleiert, um ihr nicht weh zu tun.  Ich nehme mir ja gerade aus dem Grunde ein Lektorat, um inhaltliche Fehler und Probleme mit der Logik auszumerzen. Wenn mein Lektor oder meine Lektorin einen gesunden Abstand zu meinen Autoren und mir hat, umso bessere Werke springen dann letztlich fürs Publikum heraus.

© Syda Productions - Fotolia.com

© Syda Productions – Fotolia.com

 

Also pflege ich es mit all meinen Dienstleistern partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, aber eine beste Freundin suche ich in dieser Riege nicht. Die habe ich nämlich schon! Vielmehr geht es mir um eine kritische Hinterfragung der eingereichten Manuskripte. Immerhin möchte ich dieser nachhaltig am Markt platzieren und nicht nur kurzfristig eine kleine Lawine lostreten, weil ich gemocht werde. Davon kann ich mir nämlich nichts kaufen. Ich will meine Autoren und mich langfristig am Puls der Zeit wiederfinden.

Durch meinen letzten Aufruf konnte ich viele Autoren und Schriftsteller dazu animieren mir teile ihrer Manuskripte einzureichen. Damit bin ich nun einige Zeit beschäftigt. Alles was für mich relevant erscheint, geht nach einer ersten groben Prüfung durch mich direkt ans Lektorat. Sind es also doch Freunde von mir, die einen so kompetenten Service anbieten? Mitnichten, es handelt sich um qualifizierte Dienstleister, die mir eine zusätzliche Einschätzung geben. Diese wird von mir bezahlt, wie bei anderen Verlagen auch. Dadurch verringere ich meine Fehlinvestitionen. Das Geld ist also gut angelegt.

 

 

Autoren (zukünftige Schriftsteller) gesucht?!

Ich begann den Verlag vor 4 Monaten aufzubauen, überlegte mir, wie kann ich Autoren für unterschiedliche Genre-Gruppen finden. Was ist mein Alleinstellungsmerkmal?
Der Waldhardt Verlag publiziert im Bereich Krimi, Thriller, Fantasy, Ratgeber. Das ist eine hohe Bandbreite. Fantasy-Literatur und Thriller werden von namhaften Verlegern abgelehnt. Man holt die Lizenzen aus Übersee, veröffentlicht Bekannte Personen, die bereits eine Marke sind. Innovativ ist das nicht, ein ähnlicher voraussehbarer Plot, von Goblins, Elben, Barbaren, mag ich, nix mehr lesen.

© Anna Velichkovsky - Fotolia.com

© Anna Velichkovsky – Fotolia.com

Was unterscheidet mich von anderen Kleinverlagen? Ich gehe davon aus, dass alle anderen Verlage mit Herzblut an die Sache herangehen. Ein wertschätzender Umgang, ein klares Vermarktungskonzept darf vorausgesetzt werden. Was mich abhebt, ist die langjährige Planung. Ich wollte das schon immer machen. Ich habe mir durch meine Selbständigkeit Reserven aufgebaut, um Projekte nachhaltig realisieren zu können. Damit einher geht das Marketing des Weiteren der Verkauf, was bei Kleinverlagen oft vergessen wird oder monetär nicht realisierbar ist.

Ein Werk auf den Markt werfen, kann heutzutage jeder.
Um eine Publikation, zu platzieren, braucht man nach meiner Kalkulation einen 5-stelligen Betrag. Hierin eingeschlossen sind die Kosten für das Korrektorat, Lektorat, Buchcover, Bucherstellung, Platzierung am POS.
Das sind Eckpfeiler, dass ich selbst schreibe, ist erstmal wurscht. Vertrieb und Marketing, das beherrsche ich. Das ist der sogenannte Mehrwert, der Nutzen, den zukünftige Autoren von mir bekommen.
Ich will mit den Büchern Einnahmen generieren, ich bin nicht nur aus der Liebe zu Büchern Verlegerin geworden. Mir geht es schlichtweg darum Geld zu verdienen und Marken zu schaffen.
Ich benötige weder einen Druckkostenzuschuss noch irgendwelche Abnahmemengen von den Autoren. Ich kalkuliere so, dass sich ein Buchprojekt auch verkauft. Von meinen zukünftigen Autoren erwarte ich Kreativität, Termintreue, Kritikfähigkeit und eine bildhafte Sprache gepaart mit einer hohen emotionalen Kompetenz sowie eine gehörige Portion Selbstreflexion.
Wie mache ich das? Das wollen alle.
Jedes Buch bekommt einen Projektplan, den ich mit dem jeweiligen Schriftsteller bespreche. Anhand dieses Plans, wird das Projekt mit Zeitfenster realisiert. Werbung wird auf unterschiedlichen Kanälen betrieben. Eine Auswahl des Marketingmix wird von mir festgelegt und ebenfalls besprochen. Bücher erscheinen gedruckt sowie als Ebook. Zusätzlich produziere ich Hörbücher. Der Kontakt zu einem Tonstudio mit professionellen Sprechern ist da. Wir fahren mehrere Geschütze auf. Um minimale Streuverluste zu haben, realisiere ich jährlich 3-5 Buchprojekte. Das ist eine Sache des Budgets. Es nützt mir nichts 30 Bücher auf den Markt zu bringen, die keiner kennt.
Selbst veröffentlichen? Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten diesbezüglich.
Wenn man genug finanzielle Reserven hat, nicht nur Autor, sondern Unternehmer ist, dann würde ich diesen Weg bevorzugen. Sie sind komplett frei, müssen sich von anderen Leuten nicht in ihre Buchprojekte reinreden lassen.
Die meisten Schreiber sind keine Unternehmer und das müssen sie auch nicht . Ein Verlag sollte Energien bündeln können, durch mehrere Veröffentlichungen in derselben Markt-Gruppe die Sichtbarkeit erhöhen.
Ich baue den Künstler als Marke auf, für ein bestimmtes Genre. Wenn der Autor, Schriftsteller ist, gibt es Möglichkeiten, sich in anderen Bereichen auszuleben. Ich kenne viele Schriftsteller, die in unterschiedlichen Gattungen veröffentlichen. Diese Menschen sind am Markt etabliert. Sie haben schon einen Namen.
Ich hoffe, nun ist klar, dass ich mich für die Autoren als Marke interessiere. Das ist mein Ziel. Ich unterstütze auf dem Weg zum Schriftsteller.

Herzliche Grüße

Melanie Waldhardt

 

 

Verlag ist gegründet! :-)

Tag 26 die Siebte (Zusammenfassung, wo stehen wir?

  • Verlag ist gegründet
  • Autorenverträge wurden auf ein rechtlich sicheres Fundament gestellt
  • Professionelle Internetseite steht bis zum Oktober
  • Dienstleister für die Produktion und den Vertrieb der Bücher wurde gefunden und Vertrag abgeschlossen 
  • Marketingbudget für den Verlag wurde festgelegt
  • Meilensteinplanung abgeschlossen
  • Diverse Dienstleister wurden beauftragt (Blogger, Texter, Meinungsbildner für 2 Publikationen, Korrektorat und Lektorat für 2 Genre-Gruppen)
  • Titel wurden geschützt
  • Diverse Unterdomains für die Werke wurden angelegt
  • Soziale Netzwerke wurden in meine Verlagsarbeit integriert
  • Konzept verändert sich noch, steht zu 80%
  • Budget steht fest, wird durch Steuerberater überwacht und für mich kontrolliert (ich lege fest, er warnt mich).
© okalinichenko - Fotolia.com

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Gründerin ist ziemlich platt im Moment
Ab Oktober kommt die erste Veröffentlichung (Print+Ebook)
Markenrechte (europaweit) für eine Fantasy-Reihe beantragt, die ich als vielversprechend empfinde. 
Cover stehen auch fürs Erste. Puh, jetzt bin ich ziemlich fertig. Das ist viel anstrengender als bei meiner ersten Gründung.