Turbulente Monate, Schweißausbrüche und Nervenweh

Die letzten Wochen hießen nun Endspurt für die Autoren und mich. Würde ich es schaffen alle Werke rechtzeitig produzieren zu können oder würden wir zur Buchmesse mit leeren Händen vor versammelter Mannschaft stehen?

Es ist alles glatt gegangen. Die Titel sind größtenteils vorbestellbar. Bis zum Ende der Woche wird das bei allen Werken so sein. Insgesamt gehen wir mit 10 gedruckten Büchern an den Start. Die wundersame Spirale des Glücks wird es auch als Hardcover geben, weil wir hier auf Wunsch der Autorin kein eBook produziert haben.

Alle anderen Titel erscheinen zum 01.10.2015 als Softcover und als eBook. Zum 01.12.2015 folgt dann noch eine Auswahl als einiger Titel als Hardcover.

CoverHomerOlbrichFrontTitel_Glueck_HW_PaperBackCover Alden Chronik 1_Die silberne FederHaarscharf_mit_Außenwelle_eBook_300dpiISBN13[_cover, u1, U1] (3)GötterbannKillerfroschDie Bevölkerung_CoverAbstinencia CoverDraug Cover

Dieses Jahr hat mich unendlich viele Nerven gekostet. Eine Verlagsgründung ist noch viel schwieriger als ich es mir vorgestellt habe. Letztendlich geht die Anspannung jetzt aber zurück. Auf der Buchmesse wird sie dann noch mal einen kleinen oder auch großen Höhepunkt erreichen. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich mich Jungverlegerin nennen darf. 🙂

Wenn man sich seinen Lebenstraum verwirklicht, dann ist das etwas ganz besonders. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Wildfremde Menschen sind inzwischen zu Bekannten oder auch Freunden geworden. Ohne die tatkräftige Hilfe der Dienstleiser wäre das nicht möglich gewesen. Meinen herzlichen Dank an dieser Stelle.

Die Lektorate haben die Autoren gut verarbeiten können. Es waren nervenaufreibende Monate. Ich hätte es mir leichter vorgestellt. Aber es kommt ja immer anders, als man denkt.

Aktuell kümmere ich mich noch um verschiedene Werbeartikel für die Buchmesse. Wir alle können ein paar Tage durchatmen. Dann geht es in noch schnellerem Tempo weiter. Aber wir sind gut vorbereitet und halten zusammen.

Einige haben mir das gar nicht zugetraut, und bis zuletzt kritisiert, warum die Titel noch nicht im VLB hinterlegt sind. Ich wollte hier bis zum Ende warten, hab mir erst mal Probedrucke machen lassen, um zu prüfen, dass alles stimmig ist. Polarisierend wird es wohl immer bleiben, wenn man einen Verlag gründet, egal wie authentisch man ist. Das habe ich inzwischen gelernt, deshalb rechtfertige ich mich auch nicht mehr, sondern ziehe einfach mein Ding durch.

Allen, die uns in dieser Zeit so tatkräftig geholfen haben, möchte ich von ganzem Herzen danken. Ihr habt dazu beigetragen, dass man unsere Autoren nun lesen kann. Das sich kleine und große Träume erfüllen dürfen. Das ist für mich etwas besonderes. Darüber freue ich mich sehr.

Herzliche Grüße

Melanie

Neuerungen und Preise fürs eBook

© olly - Fotolia.com

© olly – Fotolia.com

Einen wunderschönen Start in den sonnigen Montag. Diese Woche kümmere ich mich um die Presse- und Aktionsfächer für unsere Autoren.

Außerdem gibt es noch ein paar Überraschungen für euch. Einige Werke erscheinen nicht nur als Paperback, sondern auch als Hardcover. Weitere Bücher befinden sich nun beim Setzer.

Und noch eine Neuerung. Da ich ja aus dem Marketing komme, habe ich mich mit meinen Künstlern besprochen. Wir sind eine gemischte Truppe und hierzu gehören auch Autoren, die noch keinen hohen Verbreitungsgrad hatten – der Leser muss sie also erstmal kennenlernen, um sich von der Qualität zu überzeugen.

Deshalb gibt es zum Start der Publikationen alle eBooks im ersten Jahr für € 2,99 unabhängig von der Seitenzahl. Bei uns zwischen 200-550 Buchseiten. Jeder Autor hat so eine echte Chance auf Zugang zu den Lesern und Sichtbarkeit.

Der Nebel lichtet sich :-) Verlagsgründung Tag 38

Endlich ist es soweit. Nach vielen Jahren des Denkens, nach einigen harten Monaten des Handelns, steht nun das Konzept für den Waldhardt Verlag. Noch dieses Jahr erscheinen die ersten Publikationen. Ich bin spät dran, aber ich hoffe, dass ich noch ein bisschen vom Weihnachtsgeschäft mitnehmen kann.

© Daniel Prudek - Fotolia.com

© Daniel Prudek – Fotolia.com

Das war ein richtig harter Prozess. Viel einnehmender als bei meiner Haupttätigkeit als Personalberaterin. Aber es ist ein unheimliches Glücksgefühl, jetzt „einfach“ publizieren zu können. Autoren und Dienstleister für Korrektorat, Lektorat, Buchsatz, Cover usw. habe ich akquiriert und beauftragt. Die ersten Autoren stehen schon unter Vertrag. Gestern erst hatte ich ein Gespräch mit einem namhaften Kollegen, der bereits publiziert hat und nun mit mir zusammenarbeiten will. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Er kommt aus dem Horror-Genre und hat sich bereits einen Namen gemacht. http://vincent-preis.blogspot.de/2013/01/interview-mir-sean-beckz.html

Interessante Autoren aus dem Ratgeberbereich mit Themen direkt am Puls der Zeit haben sich ebenfalls gemeldet. Das wird eine richtig gute Sache. Die Kosten der Finanzierung schrecken mich mittlerweile weniger ab, als am Anfang. Ich kann bis zum Ende des nächsten Jahres 10 Publikationen veröffentlichen. Mein Traum ist es bei der nächsten Buchmesse mit dabei zu sein. Auch dies werde ich mir und meinen Autoren erfüllen.

Für jedes Werk fertige ich einen Projektplan an, mit den Marketing- und Vertriebskanälen, die ich bedienen möchte. Hier bin ich die letzten Tage recht weit gekommen. Das ist für mich eine spannende Aufgabe.

Ich möchte mich für den Zuspruch bedanken, den ich per E-Mail und teilweise auch telefonisch von vielen Menschen erhalten habe. Es freut mich, dass mein Projekt auf so ein großes Interesse stößt. Ich werde natürlich weiterhin hier posten. Dies wird die nächsten 3 Jahre so weiter laufen, damit man hautnah erleben kann, was bei einer enthusiastischen Gründung herauskommen kann.

Herzliche Grüße

Eure Melanie vom Waldhardt Verlag 🙂

Melanie in Sommerlaune – Verlagsgründung Tag 29

Wieder Gespräch mit meinem Steuerberater wegen der Kosten für die Verlagsgründung gehabt.

Wenn man es so machen möchte, wie ich es will, sind die Kosten extrem hoch. Täglich ergeben sich neue Faktoren und damit verbundene Kosten.

Hier kommt es natürlich auch darauf an, was man selbst an Fähigkeiten einbringen kann.

Ich habe Kontakt zu Personen die diverse Verleger bei der Gründung eines Verlages begleitet haben. Das Gros ist inzwischen aus finanziellen Gründen gescheitert und dementsprechend verbittert.

Ich habe mich mit sehr guten Konzepten auseinandergesetzt, die mir entsprochen hätten, alles gescheitert. Die meisten (Kleinverleger) schlagen sich mit einer Entnahme von € 1000,- durch. Wobei das schon als positiv gesehen wird in den Anfängen. Für mich indiskutabel.

Ausbeuterisches Handeln an sich selbst, bis zur Selbstaufgabe. All das sind die Schattenseiten mit denen ich nun kontrastiert werde.

Worum es eigentlich geht, tritt aktuell immer stärker in den Hintergrund. Natürlich wird man von Dienstleistern überhäuft, die alle an die Idee glauben, in Wirklichkeit geht es aber oft um den eigenen Profit. Ich kann das verstehen und nachvollziehen.

Es ist fast unmöglich bei der Fülle an Angeboten den Überblick zu behalten, wenn man sich nicht „täglich“ mit der Optimierung der eigenen Konzepte befasst.

Als Vertriebskraft war ich schon in meinem frühen Arbeitsleben ständig damit konfrontiert für Umsatz zu sorgen. Man wird im Laufe der Jahre regelrecht abgerichtet. Diese Dinge habe ich sehr stark implementiert und sie sind nun untrennbar mit meiner Persönlichkeit verbunden.

Die meisten Verleger scheitern aufgrund der Liebe zum Buch aus wirtschaftlichen Gründen. So hart es klingen mag, dieses Fazit ziehe ich aus den mir zugänglich gemachten Unterlagen und Wirtschaftsanalysen.

Also muss ich jetzt Bücher (Publikationen im Allgemeinen) hassen, um erfolgreich zu werden?

Ich denke für mich, hier ist eine ganz klare Differenzierung angebracht. Ich muss gemeinsam mit meinen Lektoren den potenziell wirtschaftlichen Erfolg der eingereichten Manuskripte bewerten. Hiervon abgeleitet treffe ich eine Entscheidung.

Würde ich anders vorgehen wollen, müsste ich einen Druckkostenzuschussverlag gründen. Das will ich nicht, also werde ich es nicht tun. Also gehe ich vor, wie oben beschrieben.

Gar nicht so einfach, aber was ist heutzutage schon leicht. Ich bin voller Energie und ich bleibe am Ball.

Mäuse in der Wand :-)

Ich wohne in einem Fachwerkhaus. Ein altes Gemäuer, was renoviert ist. Trotzdem lässt es sich kaum vermeiden, dass es gelegentlich Mäuse in die Wände schaffen.

Nun sitze ich am Schreiben in meinem Arbeitszimmer und hinter meinem Bücherregal, da klopft und pocht es plötzlich unentwegt.

Eine Maus hat sich eingenistet! Vielleicht auch eine kleine Familie.

Für mich als Landfrau kein Problem. Das passiert immer wieder mal. Irgendwann erobern sich diese possierlichen Gesellen den Weg nach draußen zurück.

Finde das gerade total inspirierend. Zwischendurch fiept und knistert es. Leben im Einklang mit der Natur, jetzt verstehe ich, was gemeint war.

© Gabriele Rohde - Fotolia.com

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