Nun richtet sich der Fokus auf unsere Autoren

Irgendwie ist es wie eine kleine Befreiung die Bücher nun in Produktion zu haben. Der Fokus soll sich nun »ganz« auf die Autoren und deren Werke richten. Ich nehme mich bewusst raus. Im Gegensatz zu einigen meiner Mitstreiter stehe ich nämlich gar nicht gerne in der Öffentlichkeit.

Privat lebe ich ja auch eher zurückgezogen auf dem Land. Meine Marketingaktivitäten konzentrieren sich jetzt ausschließlich auf die Publikationen und die Autoren. Wir haben eine breite Sichtbarkeit und damit werde ich jetzt arbeiten.

Jedes einzelne Werk liegt mir sehr am Herzen. Überall steckt viel Herzblut drin. Jedes Buch hat es verdient gelesen zu werden. Das wünsche ich meinen Kollegen. Mein eigenes Buch werde ich zwar auch vorstellen, aber nicht extra promoten. Wer danach sucht, wird es auch finden.

Ich möchte mich herzlich für die lieben Nachrichten der letzten Tage bedanken. Das macht uns allen Mut, denn natürlich sind wir alle schrecklich aufgeregt. Das drückt sich in unterschiedlicher Form aus. Mir selbst fällt erst mal ein Stein vom Herzen, dass ich die versprochenen Produktionstermine einhalten konnte. Das war ein richtiger Kraftakt.

Habt alle eine gute Zeit mit den Autoren des Waldhardt-Verlages und lest gerne in die Bücher rein und unterstützt die Kollegen auf ihrem Weg.

Herzliche Grüße

Melanie

Marketing Tipp für Autoren – Social Media

keyboard - SPAM - red

Ich beobachte die sozialen Kanäle wie Facebook, Twitter, Google+ genau – auch für das Marketing für jene Künstler, die bei mir veröffentlichen.

Es ist mir ein Gräuel, wenn ich sehe, wie oft Werke von engagierten Autoren hier in diversen Gruppen gespammt werden. Das Buch selbst verliert so für mich an Individualität. Ein Link selbst nutzt nichts. Warum sollte ich darauf klicken? Der Autor verliert seine Mystifikation als Erschaffer eines nachhaltigen Werkes. Es wird alles beliebig und belanglos. Ich kriege das Kotzen, wenn Verleger diesen Weg gehen. Das wirkt auf mich unprofessionell, hilflos und peinlich.

Vor einigen Jahren habe ich mal in einem Einzelhandelsprojekt für ein mittelständisches Unternehmen gearbeitet. Das Geschäftskonzept nannte sich aktiver Verkauf. Sobald eine Kundin in den Laden gekommen ist, hat man sie begrüßt und dann aktiv über die Ware angesprochen.

Wenn ich jetzt ständig mit Links über Bücher Gott und die Welt bespamme – was tue ich dann eigentlich, wenn wir dieses Beispiel auf das genannte Projekt übertragen?

Eine Kundin betritt den Laden und ich werfe ihr Kleidungsstücke vor die Füße. Ich kenne die Kundin nicht. Hab mir noch keinen Überblick verschafft. Was passiert? Höchstwahrscheinlich wird sie meinen Laden genervt verlassen.

Alle Käufe werden aus einer Emotion heraus getätigt. Es geht nicht um den Artikel selbst, in dem Fall ein Buch, sondern um den Stimulus, der damit verbunden wird.

Mit welchen Emotionen geht man nun in die sozialen Netzwerke?

Austausch
Aufmerksamkeit
Einsamkeit
Selbstdarstellung
Kontakt mit Freunden
Kontakt mit Menschen
Sammeln von Informationen
Die Auflistung ist nicht vollständig, gibt aber einen Ansatzpunkt zu weiteren Überlegungen.

Die Kundin muss hier das Gefühl haben, eine selbstbestimmte Entscheidung zu treffen. Wenn ich mein Buch wie Sauerbier anbiete, dann ist es nichts Besonderes mehr. Es wird beliebig und austauschbar, da dies von fast jedem so gehandhabt wird.

Welche Möglichkeiten hat man denn dann überhaupt? Ich beschränke mich in diesem Artikel auf Ebooks. Man benötigt eine sogenannte Fanbase. Menschen die, die Bücher von einem lesen und das Genre präferieren. Das geht nur durch harte und lange Arbeit. Es ist nicht damit getan ein paar Glückstreffer durch ein paar Gruppen in den sozialen Netzwerken zu erreichen. Wie sollte man seinen Erfolg so langfristig messen oder gar reproduzieren?

Einige Autoren sind hier sehr geschickt. Schon früh haben diese erkannt, wie wichtig eine eigene Fanbase ist. Dieser Zug ist nun für viele von uns erst mal abgefahren. Die Stammplätze sind belegt. Es würde hier viel zu lange dauern sich seine Sporen zu verdienen, um auch nur annährend in den Dunstkreis dieser inzwischen bereits etablierten Autoren zu kommen.

Merke:

Gesponserte Werbung – hier nicht einfach nur ein Link – sondern einen Teaser, welcher auf das Produkt aufmerksam macht. Die Investitionskosten sind hier anfänglich wesentlich höher, als das was dabei herumkommt. Es geht um Sichtbarkeit in den relevanten Verkaufsrängen. Erste Berührungspunkte mit Lesern. Werk zwei und drei haben dann eine Chance die Investitionskosten wieder hereinzuholen.

Das ist ein gangbarer Weg, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Glück gehört wie immer auch dazu – Bestseller kann man nicht planen, egal mit welchem Budget. Man kann nur für Sichtbarkeit sorgen. Das Werk muss halten, was es verspricht, sonst versandet die Visibilität im Nirvana des Internets.

Und wenn man kein Budget hat?

Dann lass es, wenn du noch einen Brotjob hast. Die Zeit, die du fürs Marketing benötigst, geht weit über einen normalen Arbeitstag hinaus. Woher solltest du die Zeit nehmen?

Aber es gibt doch manchmal Autoren, die es trotzdem schaffen. Daran orientiere ich mich!

Es gibt auch immer wieder Menschen, die im Lotto gewinnen. Es wäre vermessen, seine berufliche Zukunft daran zu orientieren.

Aber du hoffst doch selbst erfolgreich zu sein, Melanie. Warum geht das bei dir und bei anderen Menschen nicht?

Das sage ich doch gar nicht. Ich hätte den Verlag gerne schon vor 5 Jahren gehabt. Da ging es bei mir nicht. Also habe ich abgewartet. Wann der richtige Zeitpunkt für irgendwas da ist, liegt nicht immer im eigenen Ermessen. Es nervte mich selbst, dass ich so lange warten musste.
Und wie läuft das mit dem Marketing jetzt konkret ab?

Wenn du es selbst machen möchtest, egal welche Gründe dahinter stecken. Dann hör auf, Menschen in Gruppen vollzuspammen.

Nimm dein Werk als etwas besonderes wahr und behandle es auch so. Keine Frau gibt sich jedem Mann hin, sie überlegt und verifiziert, und zwar nach Gefühl und Nachhaltigkeit. Mache das mit den Büchern genauso. Gegen eine Vorstellung in Gruppen ist nichts einzuwenden, solange dies nicht überhand nimmt. Mehr kannst du als Ansatzpunkt nicht tun.

Ich nehme aber auch viele kreative Ideen in den sozialen Netzwerken wahr. Da wird der Leser direkt mit in die Entstehungsgeschichte des Buches genommen. Ein ganz toller und vernünftiger Ansatz, der ganz ohne Spammerei auskommt und trotzdem wirkt.

Hieran würde ich mich orientieren. Schau dir erfolgreiche Autoren an. Was machen die anders? Versuche hierbei aber auch immer daran zu denken, dass du noch nicht erfolgreich bist. Wenn man es einmal geschafft hat Fürsprecher für sich zu generieren, dann ist das ein erster wichtiger Ansatzpunkt, den man mit Geld nicht bezahlen kann. Ein echter Fan liest nämlich auch … 🙂

Herzliche Grüße

Melanie

Struktur ist alles – Verlegerin mit System :-)

(c) Waldhardt Verlag

(c) Waldhardt Verlag

Hauptbestandteil meiner Tätigkeit als Verlegerin ist das Marketing. Anfänglich natürlich sehr viel für den Verlag selbst, damit ich an Sichtbarkeit gewinne, zeitnah dann für die einzelnen Verlagstitel mit ihren wundervollen Autoren, die einen hohen Stellenwert innerhalb meiner täglichen Arbeit genießen.

Neben dem Strukturplan und den Erscheinungsterminen für die Bücher benötige ich auch einen Plan für das Marketing für die Autoren. Nächste Woche geht schon wieder ein Vertrag raus und alles muss dementsprechend vorbereitet werden. Kontakte sind tatsächlich alles und helfen mir, mich hier effizient zu strukturieren.

Ich beschäftige mich täglich viele Stunden mit den sozialen Netzwerken, die neben Pressearbeit ein wichtiger Schlüssel bei der Sichtbarmachung von Persönlichkeiten und Inhalten sind. Endlich ist der Blog fertig, sodass ich von hier als Kommandozentrale gut arbeiten kann. Alles ist jetzt viel übersichtlicher und bereitet auch meinem Auge wesentlich mehr Freude als vorher. Ich muss mir viele Infos die ich brauche mühsam zusammensuchen. Aber in Recherche Themen war ich schon immer fit. Also wuppe ich das auch noch.

Bin gespannt wie die ersten Romane von mir am Markt platziert werden können. Dafür schaue ich anderen Verlegern und Autoren intensiv über die Schulter, ich muss das Rad nicht neu erfinden, nur nachhaltig sein. Das ist ein ganz wichtiger Schritt.

Jetzt weiter Manuskripte sichten und Mails beantworten, die ich mittlerweile täglich bekomme. Darüber freue ich mich riesig. Alles im grünen Bereich.

Ein angenehmes Wochenende für euch.

Melanie Waldhardt

Verlagsgründung Tag 30

Tag 30

In den nächsten Wochen geht es in der Gruppe hauptsächlich um den ersten Thriller „Die Bevölkerung“ von Kitten McIntyre. Ich werde ca. 5 mal pro Woche über die Fortschritte der Geschichte berichten, das Exposé welches die Lektorin bekommen hat zur Verfügung stellen. Und dann die ersten 3 lektorierten Kapitel vorab hier veröffentlichen.

Ich werde euch zeigen wie ich das Marketing für den Titel betreibe, über welche Kanäle ich gehe und dann  auch die Verkaufszahlen der ersten Wochen und Monate nach Erscheinen mit euch teilen.

Alles was sonst noch passiert, einmal wöchentlich.

Zeitdruck:

Habe ich mal wieder, das Buch soll im Dezember 2014 erhältlich sein.

Umfang ca. 250 Seiten +-

Die Lektorin benötigt für 5 Normseiten ungefähr 60 Minuten, wobei sie noch andere Projekte betreut. Ich habe sie „noch“ nicht exklusiv für meinen Verlag. Was am Anfang ja ganz logisch ist.

Der Druck für die Printbücher und die Anbindung an den Handel geht schnell (10 Tage maximal). Ebook dauert etwas länger. 14-21 Tage. Also muss ich bis zum 15.11.2014 alles unter Dach und Fach haben, sonst wird das nix mehr.

© Waldhardt Verlag

© Waldhardt Verlag